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Wenn mehr des Bisherigen nicht mehr hilft muss man etwas neues versuchen…


Seit Jahren, um nicht zu sagen seit Jahrzehnten, sind hunderttausende von Experten dabei, Anwendungssysteme zu optimieren und zu verbessern. Dabei sind wahre Monstrositäten entstanden, die niemand mehr in Gänze versteht, beraten oder unterstützen kann. Der Einführungs- und Betriebsaufwand (Total Cost of Ownership) dieser Systeme ist hoch, der versprochene Nutzen eher übertrieben.

Als ob das noch nicht genug wäre, sieht sich jedes Unternehmen, welches solche Systeme einsetzt mehr oder weniger gezwungen, diese noch anzupassen und auf die eigenen Bedürfnisse abzustimmen.

Am Ende hat man viel Geld ausgegeben, wirklich zufrieden sind aber nur wenige.

Paul Watzlawik hat in seinem Buch “Vom Schlechten des Guten” geschrieben, dass, wenn mehr des Bisherigen nicht mehr hilft, man etwas neues versuchen muss. Genau das ist bei großen Anwendungssystemen notwendig.

In der Softwareentwicklung ist schon vor mehr als zehn Jahren der Begriff von “Microservices” oder “Bundles” geprägt worden. In diesem Zusammenhang stehen die Schlagworte “decoupled” oder “loosely coupled”. Sie stehen für eine Systemphilosophie, die nicht von einem großen Ganzen, sondern von vielen zunächst völlig unabhängigen Elementen / Aspekten ausgeht. Jedes dieser Elemente wird ohne den Ballast einer übergeordneten Anwendung perfekt – in jeder Hinsicht (Funktionalität, Benutzeroberfläche, Prozesse) realisiert und dann so in einen Gesamtkontext integriert (coupled), dass es jederzeit wieder entfernt werden kann.

Solche System haben weder einheitliche Benutzeroberflächen, noch durchgehende Ablauf- oder Funktionsphilosophieen. Sie sind wie die vielen Apps die jeder von uns inzwischen auf seinem Smartphone hat, zweckorientiert pragmatisch, überzeugend und was nicht zu unterschätzen ist, sie machen Spass.

Im Umfeld von Geschäftsprozessen, unternehmenskritischen Anwendungen, Real-Time Datenverarbeitung und dem Internet der Dinge muss natürlich einiges “unter der Motorhaube” passieren. Erst hier greifen Standards wie OSGi und sorgen dafür, dass aus dem vermeintlich chaotischen Sammelsurium von Apps, Funktionen und Services letztlich doch ein hoch effizientes Ganzes wird.

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